Lexikon Textilien

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Term Definition
A-jour

A-jour ist eine Bezeichnung für durchbrochene Gewebe. Meistens weisen diese Gewebe als Grundlage eine Leinwandbindung (Taft) auf. Die gitterartigen Durchbrucheffekte entstehen durch stellenweisen Einsatz von Dreher- und Scheindreherbindungen. Unter A-jour Geweben versteht man keine bestimmte Qualität, sondern nur ein Mustereffekt.

Name: A-jour kommt vom französischen Wort "a-jour" = zu tage, durchbrochen, lichtdurchlässig

A Jour

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Atlas

Als Atlas oder Satin werden alle Gewebe bezeichnet, die eine Atlasbindung, bzw. eine Satinbindung als Grundlage ihrer Konstruktion haben. Der Name bezieht sich nur auf die Bindungsart, wobei es diverse verschiedene Atlasbindungen gibt. Die Atlasgewebe haben, je nach Garn- und Materialeinsatz, eine glatte, glänzente Oberfläche. Liegt das Kett- oder Schussgarn auf der Gewebeoberseite, spricht man von einem Kett- bzw. Schussatlas. Viele Seidengewebe von Weisbrod, welche für Krawatten und Schals hergestellt werden, haben Satinbindungen als Grundlage. Insbesondere die Technik des Satin Envers wird in jeder Kollektion häufig eingesetzt.

Bei Atlasgeweben wird sehr oft eine Zusatzbezeichnung verwendet, um das Gewebe besser zu charakterisieren. Zum Beispiel Satin double face, Satin Duchesse, Satin de chine, Satin Envers etc.

Name: Atlas stammt aus dem arabischen Wort "atlasa" = glatt, fein

Atlas Satin

Wiki-Link Bindungslehre

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Ausbrenner

Ausbrenner ist eine Sammelbezeichnung für Gewebe aus verschiedenen, chemisch voneinander abweichenden Faserstoffen, bei welchen eine Faserart figürlich chemisch zerstört wird. Dadurch wird eine durchscheinende, spitzenartige Musterung erzielt. Die Zerstörung des einen Faserstoffes erfolgt durch mustermässiges Aufdrucken von Aetzflüssigkeiten, die sofort nach der Behandlung wieder ausgewaschen wird. Besondere Bedeutung haben Ausbrenner aus Mischgeweben Polyester und Baumwolle, bzw. Viscose.

Ausbrenner

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Batik

Batik ist eine Druck-Technik, um Stoffe zu bedrucken, die von den Einwohnern der Insel Java zu höchster Vollendung entwickelt wurde. Die Muster wurden durch Auflagen einer Wachsschicht beim Einfärben des ganzen Stoffballens ausgespart. Durch feine Risse im Wachs entstehen feine Farbadern, die heute mit modernen Druckverfahren nachgeahmt werden müssen, um die typische Optik zu erhalten. Technisch fortgeschritten zum Reservedruck. Unechte Batiks, die durch Gravieren echter Batikmuster auf Walzen entstehen, sind leicht daran zu erkennen, dass sich das Muster entsprechend dem Rapport wiederholt.

Batik Indonesia

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Batist

Batist ist ein sehr feines, leinwandbindiges und halbdurchsichtiges Gewebe aus Baumwolle, Leinen oder Viscose-Spinnfasern. Batist wird uni, bedruckt oder gestreift hergestellt und für Taschentücher, Wäscheartikel, Kleider, Stickereien, etc. verwendet. Seidenbatist entspricht der bekannten Organza Qualität.

Name: Batist stammt vom französischen Leinenweber Baptiste. Nach anderen Angaben ist Batist abgeleitet vom indischen Wort "Baftas" = weisser Kattun.

Batist

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Bazin

Bazin ist eine schweizerische Bezeichnung für gestreifte oder karierte Baumwollgewebe in abwechselnder Kett- und Schussatlasbindung (Atlas).

Bazin wir vorwiegend für Bettbezugsstoff verwendet und uni oder bunt hergestellt.

Bazin

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Bouclé

Bouclé= französisch bouclé = gelockt

Verschiedene Bedeutungen:

1. Allgemeinbezeichnung für Gewebe mit noppiger und/oder schlingenförmiger Oberfläche, die durch besondere Zwirne, sogenannte Bouclézwirne erzeugt werden. Diese Effekt-Garne werden immer im Schuss eingesetzt. Gewebe für Bekleidungszwecke werden immer mit soclhen Zwirnen hergestellt. Je nach Art und Aussehen dieser Bouclézwirne werden diese noch genauer beschrieben. Zum Beispiel: Frisé-Zwirn, Loop-Zwirn, Ondré-Zwirn und Onulézwirn.

2. Im Gegensatz dazu sind die Schlaufen eines Boucléteppiches (auch Brüsseler genannt) ein reiner Webeffekt. Die Schlaufen werden durch Ruten (Stahlstäbe) gebildet. Die sogenannte Polkette bindet über die Ruten und nach dem Herausziehen derselben entstehen die bogenförmigen Schlaufen auf der Oberseite des Teppichs. Werden diese Schlaufen geschnitten entsteht der Velourteppich.

3. Die Bezeichnung Bouclé wird auch für getuftete Schlingenflorware (Teppiche) verwendet.

Boucle Weisbrod

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Bourette

Bourette ist ein noppiges, aus kurzen Naturseidenfasern gesponnenes Garn (Abfall von Schappe). Die aus diesem Garn hergestellten noppigen und unregelmässigen Gewebe werden ebenfalls als Bourette bezeichnet. Häufig werden Bourette-Gewebe aus Chemie-Spinnfasern imitiert. Die Gewebe sind sehr stabil. Typisch ist auch der etwas unangenehme Geruch, der beim Waschen dem feuchten Tuch anhaftet.

Bouerette Weisbrod

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Broche

Broche oder Brochés werden auch Plattstichgewebe genannt und bestehen aus einem Grundgwebe und zusätzlichen Schussfäden, welche die Figuren bilden (Lancé). Die Figurschüsse werden nicht über due ganze Gwebebreite eingetragen, sondern nur an den zu bemusternden schmalen Stellen, sie wenden an den Musterränder. Diese Produktionsart ist enorm aufwändig, was mit ein Grund ist, dass diese nur noch sehr selten produziert werden.

Broché-Imitat, Lancé döcoupé oder auch Scherli genannt (Bezeichnung in der Schweiz), sind preisgünstige Imitationen von echtem Broché. Die Musterung wird mit zusätzlichen Schussfäden in Streifenanordnung erzeugt (Lancé). Die Schussfäden flottieren zwischen den Motiven und werden später den Figurwn nach abgeschnitten (Scherli). Auch in vielen Krawattenstoffen wird mit Lancé gearbeitet. Werden diese für Schals verwendet, müssen die flottierenden Fäden abgeschnitten werden damit die Rückseite ansprechend bleibt.

Name: franz. brocher = mit Seide, Gold oder Silber durchwirken. Auch benannt nach der Broschierlade.

Lance Broche Weisbrod

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Brokat

Brokat sind relativ schwere, reich bemusterte Jacquardgewebe mit Gold- und Silberfäden. Diese Art Gewebe waren zwischen 1990 bis 2012 eine Spezialität der Seidenweberei Weisbrod-Zürrer AG. Die Qualität wurde Shamir genannt. Heute wurden in der Regel Fäden aus Folien (Lurex) verwendet.

Wird wenig Lurex eingesetzt spricht man auch von Lamé

Brokat Schamir Weisbrod

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Author: Super User
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Camaieux

Camaieux ist die Bezeichnung für einfarbige, Ton-in-Ton abgestufte Gewebe. Camaieux-Effekte können auf die verschiedensten Arten erzielt werden.

Name: franz. en camaieu, in der Malerei Bezeichnung für eintönige Gemälde.

Unter der Bezeichnung "Faux Camaieux" versteht man Ton-in-Ton Musterungen, bei welchen aber Farbabstufungen kalter und warmer Töner erfolgen.

 Camaieux Weisbrod

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Cashmere

Cashmere hat als Bezeichnung von Textilien drei Bedeutungen:

1. Bezeichnung für aus dem Wollflaum der Kaschmirziege auf kunstvolle Art durch Zusammensetzung kleiner Gewebestückchen entstandene kostbare Gewebe und Shawls, die in Heimwerkstätten in Kaschmir hergestellt wurden.

2. Name für Web- und Maschenwaren, welche aus Kaschmirwolle hergestellt werden. Die Artikel sind äusserst fein, weich geschmeidig und besitzen einen dezenten Glanz.

3. Bezeichnung für reich verarbeitete Druck- und Jacquardmuster mit Palmettenmotiven. Durch Variationen und Kombinationen lassen sich immer wieder unzählige neue Effekte erzielen. Kaschmirmuster finden fast bei allen Bekleidungs- und Heimtextilien Anwendung. Auch als Krawatten- und Schal-Motiv sowohl als Jacquard-Gewebe wieauch als Druck-Gewebe sind diese Muster sehr beliebt. Die Muster werden auch als Paysley-Muster bezeichnet.

 Paisley Kaschmir Weisbrod  Cashmere Weisbrod

Wiki Cashmere

Wiki Paisley

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Changeant

Changeant ist ein schillernder Stoff mit verschieden farbigen Garnen in Kette und Schuss. Je nach Lichteinfall oder Blickwinkel ist die eine oder die andere Farbe deutlicher sichtbar. Changeant-Stoffe sind sehr bekannt in Naturseide, Viscose und Acetat und werden in Taft- oder Gabardinebindungen hergestellt.

Changeant Weisbrod

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Chenille

Der Name Chenille wird sowohl für das Garn als auch für das aus diesem Garn hergestellten Gewebe verwendet. AUfgrund des polartigen Garnes ist die Oberfläche des Chenille-Gewebe unregelmässig, veloursartig. Da Chenille-Garne meistens im Schuss verarbeitet werden, weisen die Gewebe in Querrichtung leichte Rippen auf.

Chenille-Garne können auf speziellen Zwirnmaschinen oder mit Beflocken hergestellt werden.

Chenille Weisbrod  Chenille Weisbrod2

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Chevron

Chevron ist ein allgemeiner Begriff für verschiedene Gewebe in Fischgratbindung (Fischgrätmusterung). Diese Köpermusterung wird durch die streifenweise Anordung von s- und z-Grat Köperbindungen erzielt. Die einzelnen Streifen können unterschiedliche Breiten haben, die Musterung kann mit Farbkonstrasten noch weiter betont werden.

Die Verwendung von Chevronbindungen ist grundsätzlich an kein Material gebunden, jedoch werden sie gerne in der Wollweberei eingesetzt. Seltener mit Seide, Bauwolle oder Leinen.

Name: französisch "chevron"= Dachsparren, Dachziegelmusterung, Zickzackmusterung

Synonyme: Fischgrat, Herringbone

Chevron Weisbrod

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