Lexikon Textilien

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Term Definition
Madras

Madras-Gewebe haben eine grosszügige, vielfar­bige Karomusterung mit unregelmässiger Anord­nung. Diese mehrheitlich aus Baumwolle herge­stellten Gewebe werden vor allem für Hemden, Blusen und Kleider verwendet.

Name:
Madras – indische Stadt.

Madras

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Matelasse

Matelasse besteht aus einem Ober- und Unter­gewebe mit reliefartiger Musterung, die durch mustermässige Verbindung von Ober- und Un­tergewebe entsteht. Durch zusätzliche Füllschüs­se und/oder Füllketten wird die plastische Wir­kung erzielt.

Matelasse wird  mit Schaft- oder Jacquardma­schinen hergestellt.

Name:
franz. matelasser = aufpolstern.

Matelasse

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Moire

Moire ist eine Allgemeinbezeichnung für Quer­ripsgewebe in Taft oder Ripsbindung, die durch die Ausrüstung (Moirieren) eine schillernde, ver­schwommene Musterung erhalten. Diese Muste­rung ist wasserlinien- oder holzmaserartig. Moire wird für Abendkleider, Futterstoffe, Bänder etc. verwendet.

Name:
franz. moire = gewässert, geflammt.

Moire

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Molton

Molton ist ein schweres, oft nach der Doppel­schusstechnik hergestelltes, beidseitig gerauhtes Baumwollgewebe. Durch das starke Rauhen wird das Gewebebild vollständig verdeckt.

Name: franz. malle = weich, mallet = zart, weich.

Molton

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Ombré

Unter Ombré versteht man eine Farbstreifenmu­sterung in der Kettrichtung; dabei müssen die Farben ohne sichtbare (störende) Übergänge all­mählich ineinander fliessen.

Schöne Ombré-Effekte lassen sich nur erreichen, wenn für die Ketten 10-16 Farbtöne verwendet werden und diese beim Schären (Kettherstel­lung) noch in den Übergängen gemischt werden. Ombré-Ketten sind aufwendig und entsprechend teuer.

Ombré-Effekte lassen sich auch mit abschattier­ten Bindungen und Drucken imitieren.

Name:
franz. ombrer = schattieren.

Ombre

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Organdy

Unter Organdy werden Batist- oder mousseline­artige Baumwoll-Feingewebe mit einem drahti­gen Griff und einem glasigen und transparenten Aussehen verstanden. Der Organdy-Charakter entsteht mit Spezialausrüstungen (Behandlung mit Natronlauge und Schwefelsäure).

Für Gewebe aus Filamentgarnen (vor allem Seide) wird auch der Name Organza verwendet. Der Seidenorganza wird nicht entbastet.

Einsatzgebiet:
DOB, d.h. Braut- und Abendklei­der (oft auch bestickt).

Organdy

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Ottoman

Ottoman ist ein Textilgewebe in Ripsbindung (Reps) mit starken Querrippen, die durch mehrfache Schussfäden aus Seide oder Wolle hervorgerufen sind. Oft synonym mit dem Begriff Faille verwendet. Viele unterscheiden die beiden Gewebearten aber. Der Faille ist ein feinerer Reps als der Ottoman.

Dieses Gewebe wird für Krawatten, Kleider und Kostüme verwendet.

Ottoman Weisbrod

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Oxford

Unter Oxford versteht man zwei verschiedene Qualitäten von Baumwollstoffen, die vorwiegend für Hemden verwendet werden.

a) Mittelschwere Baumwoll-Buntgewebe in Lein­ wand- oder Zweifädiger-Leinwandbindung. Die Kette ist in der Regel weiss und der Schuss bunt, dadurch entsteht ein panamaar­tiges  Bild. Durch leichtes  Schmirgeln kann eine leicht flusige Oberfläche und ein weicher Warengriff erzielt werden.

b) Eine andere Oxfordqualität ist bedeutend kräftiger und schwerer. Meistens werden Armüre-Bindungen  in  Längsstreifenanordnung verwendet. Die vorherrschenden Farbtöne sind blau/weiss, zuweilen werden noch zu­ sätzliche Farbeffektfäden in der Kette einge­ setzt. Viele Qualitäten werden auf der Rück­seite gerauht (Oxford-Barchent).

Name:
nach der englischen Stadt Oxford.

Oxford

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Panama

Panama-Gewebe werden aus den verschieden­sten Materialien mit den Panama-Bindungen ein­ farbig oder gemustert hergestellt.

Name:
Nach der Panamabindung und nach dem Geflecht der Panama-Strohhüte.

Panama

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Pepita

Pepita ist die Bezeichnung für kleinkarierte Ge­webe in Leinwand- oder Köperbindung 2/2, hauptsächlich in schwarz/weiss. Bei der Köper­bindung muss beim Farbwechsel darauf geachtet werden, dass kein Pied de Poule entsteht.

Pepita wird sehr oft mit Druck nachgeahmt (z.B. für Kochhosen).

Name:
angeblich nach der Tänzerin Pepita be­nannt.

Pepita

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Percal

Percal ist ein relativ dichtes, leinwandbindiges Baumwoll- oder Baumwollmischgewebe  (roh), z.B. PES/CO, aus mittleren bis feineren Garnen hergestellt.

Die Verwendungszwecke sind sehr vielseitig (Hemden, Kleider, Blousen, Futter, Bettwäsche, etc.). Percal wird gebleicht, unigefärbt oder be­druckt.

Name:
persisch pärgal – Bezeichnung für feine ostindische und persische Gewebe.

Percal

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Pied de poule

Pied de poule ist keine Qualitätsbezeichnung, sondern eine typische Musterung (Farbenbruch). Diese  Musterung  wird  durch eine  Kombination von Bindung und Farbfolge in Kette und Schuss gebildet. Zwischen den dunkeln und hellen Qua­draten sind schräglaufende Linien, daher der Name.

Pied de Poule Muster können auch mit Druck imitiert werden.

Oft wird Pied de poule fälschlicherweise als Pe­pita bezeichnet.

Pied De Poule

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Piqué

Bei Piqué unterscheidet man zwischen dem ech­ten und falschen Piqué. Vor allem der echte Piqué ist dem Matelasse ähnlich und weist eine re­lativ kleine, erhabene, reliefartige Musterung auf. Der echte Piqué, auch Augpique genannt, wird mit zwei Kett- und zwei Schussfadensystemen hergestellt. Durch Einsatz von groben Füllschüs­sen wird die Reliefwirkung verstärkt.

Beim falschen Pique (Faux Pique), der nur ein Kett- und ein oder zwei  Schussfadensysteme hat, wird der Relief-Effekt durch die Bindung er­zielt.

Einsatzgebiet:
Jacken, Costumes, Duster, DEKO.

Name:
franz. piquer – steppen, stechen.

Pique

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Plissé

Unter Plissé versteht man Gewebe mit Falten, die durch Weben, Steppen, Pressen und Ausrü­stung hergestellt werden können.

Der gewobene Plissé (echter Plissé) hat die dau­erhaftesten Falten und wird durch Einsatz einer Grund- und einer Plissékette produziert. Mit der Plissékette wird die doppelte Länge der Falten­ höhe gewoben, anschliessend mit der Grundket­te durch den Blattanschlag das Gewebe zusam­mengezogen und somit die Falte gebildet.

Einsatzgebiet:
z.B. Smoking-Hemden und Blu­sen.

Name:
franz. plisser – falten, fälteln, in Falten le­gen.

Plisse

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Popeline

Popeline ist ein feingeripptes, leinwandbindiges Gewebe aus Baumwolle, Wolle, Viscose oder Halbseide (Kette Grege, Schuss Kammgarn). Die feinen, kaum sichtbaren Querrippen entstehen durch die doppelt so hohe Kett- wie Schussfa­dendichte (Ausnahme Halbseidenpopeline).

Bei Baumwolle  wird zwischen Voll-, Halb- und Imitatpopeline unterschieden.

Name:
Mögliche Herkunft von Pope – Priester der griechisch-orthodoxen Kirche.

Popeline

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